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WAS IST ANILINLEDER?

 

Falls Sie unseren Einführung in die Welt der Leder Artikel gelesen haben, dann sind Sie bereits mit den vier Lederstufen vertraut. Wir werfen jetzt einen genaueren Blick auf die beiden besten Stufen, Vollnarbenleder und Top-Grain Leder. Es ist wichtig zu wissen, dass nicht jede Art von Narbenleder gleich ist und dass es große Unterschiede in Bezug auf Aussehen, Textur und Strapazierfähigkeit gibt. Es gibt drei Arten von Narbenledern: Anilin-, semi Anilin- und pigmentierte/geschützte Leder.

Anilinleder 
Da es als das natürlichste aller Leder gilt, wird es auch voll Anilinleder genannt. Dieses Leder wird mit löslichen Farbstoffen bearbeitet, sodass die Farbe komplett durch die Haut geht und dem Leder seine satte, kräftige Farbe verleiht. Um die geschmeidige Textur und das ursprüngliche Aussehen der Haut aufrechtzuerhalten, wird keine Schutzschicht oder Oberflächen-Pigmentierung aufgetragen. Dadurch bewahrt das Leder seine natürlichen Makel (z. B. Schnittwunden, Insektenstiche, Dehnungsstreifen, Nackenfalten), was die unverfälschte Natur des Leders bestätigt. Der einzige Nachteil an Anilinledern ist, neben den hohen Preisen, dass sie etwas anfälliger für Kratzer, Fleckenbildung oder Abnutzung sind und Farbvariationen auf der Oberfläche aufweisen können.

 Nebeneinanderstellung verschiedener Narbenleder

 

Semi Anilinleder
Das Wichtigste zuerst: In diesem Fall ist „semi“ eine irreführende Bezeichnung, da es nicht halb oder teilweise bedeutet; ein besserer Name wäre Anilinleder plus Pigmentierung. Genau wie bei den Anilinledern beginnt der Prozess mit der Anilingerbung. Im Gegensatz zu Anilinledern bei denen die Aufbereitung nach diesem Schritt endet, werden semi Anilinleder weiterbearbeitet. Es wird eine dünne Schutzbeschichtung, die eine zusätzliche Pigmentierung beinhalten kann, aufgetragen, um eine uniforme Farbe auf der Oberfläche herzustellen. Wegen dieser Beschichtung werden auch manche der natürlichen Makel verdeckt, was zu einer einheitlicheren Oberflächenstruktur führt. Weitere Veredelungen, wie beispielsweise antike Looks oder exotische Lederoptiken, können dann zusätzlich per Hand oder Maschine hinzugefügt werden. Am Ende wird eine durchsichtige Beschichtung aufgetragen, um das Leder schmutz- und sonnenunempfindlich zu machen. Diese Beschichtung kann je nach Wunsch matter oder glänzender ausfallen.

Pigmentierte/Geschützte Leder
Genau wie bei den beiden oben beschrieben Arten, wird beim pigmentierten/geschützen Leder die komplette Haut gefärbt. Allerdings wird anschließend eine dicke Schutzbeschichtung mit Pigmentierung aufgetragen. Jegliche natürlichen Makel werden durch Sanden oder Polieren beseitigt und durch eine künstliche Narbung ersetzt. Auf Kosten der intensiven Farben und der angenehmen Textur, werden pigmentierte Leder mit einer Spritzlackierung überzogen, um das Leder belastbarer zu machen. Deswegen sind pigmentierte Leder die strapazierfähigsten, aber auch die unnatürlichsten Narbenleder.

Fazit
Sie müssen stets beachten, dass die drei Lederarten qualitativ sehr hochwertig sind, da sie alle Narbenleder und keine Spaltleder sind. Deshalb geht es wirklich um Ihre persönliche Vorliebe und Ihren Bedarf. Wenn Ihnen mehr an der natürlichen Schönheit von Ledern gelegen ist, sollten Sie am besten Anilin- oder semi Anilinleder wählen. Wenn es Ihnen aber hauptsächlich um Belastbarkeit und Kosten geht, dann empfehlen wir Ihnen pigmentiertes Narbenleder. Umso größer die Lederoberfläche ist (Taschen, Sofas etc.), desto wichtiger ist es, über Narbenleder Bescheid zu wissen, damit Sie für Ihre Ansprüche das sinnvollste Leder auswählen können.